"Dein Pferd ist dein Spiegel, was möchtest du sehen...?"

Mittwoch, 27. Juli 2011

École de Légèrté - Herantasten an Finesse

Ausschlaggebend war das Trainer-Camp im April, dass eine Kollegin und ich darüber diskutierten, dass wir gerne wieder "Reitstunden" nehmen möchten. Ziel: Sitzschulung  -  ich hatte nämlich für mich das Gefühl, dass ich dies in den letzten 5 Jahren mit NHS etwas vernachlässigt habe und vorallem mit dem Westernsattel mehr "Potato" (Kartoffel) als "edler" Reiter bin :-) 

Meine Kollegin berichtete mir, dass sie ganz in der Nähe eine Reitschule gefunden habe, wo man auf Reitschulpferden lernen könne und die Philosophie sich sehr gut anhöre (es war natüürlich nie die Idee, "konventionelle" Reitstunden zu nehmen, die unserer Einstellung wiedersprechen). Aus Interesse schaute ich mir die Website (http://www.reitschule-schweizer.ch/) ebenfalls an und war schnell begeistert. Gabriele Schweizer ist nämlich lizenzierte Reitlehrerin der École de Légèrté von Philippe Karl. Mit dieser "Schule der Leichtigkeit" hatte ich mich bereits beschäftigt und da bereits einige Parelli-Instruktoren die Ausbildung zum liz. Reitlehrer verfolgen, wusste ich, dass es gut vereinbar ist mit NHS.

Bereits vor einiger Zeit schaute ich bei einer Lektion meiner Kollegin zu und war erfreut über die tolle Ausbildungsmethode, den Pferden die Arbeit mit dem Gebiss vorzustellen. Ich buchte also meine 1. Reitstunde.

Letzten Samstag war es dann soweit. Als Lehrmeister wurde mir Nathan, HaflingerxAraber-Wallach, zur Verfügung gestellt. Zuerst schauten wir - tollerweise immer mit Hinblick auf die Ausbildung meines Jungpferdes - vom Boden her (!) an, wie wir dem Pferd das Gebiss vorstellen und welche Signale es zuerst verstehen muss, bevor wir sie von oben geben. Nach dem Aufsteigen ging es zuerst darum, den Sitz und die Haltung zu kontrollieren. Ich hab mich riesig über das Lob gefreut, dass mein Sitz - bis auf meine Westernsattelgewohnheiten (Beine zu weit vor und Oberkörper zu weit zurück) - nicht gross zu bemängeln ist! :-) Gabriele freut sich auch sehr darüber, dass meine Kollegin und ich keine schlechten Angewohnheiten (Zügel ziehen und dauerndes Antreiben) mitbringen, was uns einiges vereinfacht beim Lernen. Abschliessend schauten wir die Signale, welche wir am Boden angeschaut hatten, noch vom Pferd her an. Super spannend!!

Voller Begeisterung fuhr ich nach der Reitstunde nach Hause und die nächsten Termine sind bereits wieder reserviert. Auch überlege ich mir, allenfalls Najem nächsten Frühling zu Gabriele zu bringen, damit wir die Arbeit mit Kappzaum und dem Gebiss kennenlernen. Mal schauen :-)

1 Kommentar:

Nicole hat gesagt…

Wow! Das hört sich nach einer tollen Reitschule an. Schön dass du sowas in deiner Nähe hast. Viel Spass weiterhin!